Parameter für Tabellen
Viskosität bei 40 Grad – wie schnell das Öl „dünnflüssig“ wird in der Aufwärmphase des Motors: niedriger bedeutet schneller.
Viskosität bei 100 Grad – die „Dichte“ des Öls bei Betriebstemperatur: niedriger ist umweltfreundlicher, höher bedeutet bessere Widerstandsfähigkeit gegen höhere Temperaturen. Nimmt im Betrieb ab.
TBN – der Wert der alkalischen Reserve: je höher, desto besser und länger widersteht das Öl Kaltstarts und kurzen Fahrten. Bei ACEA Cx-Ölen absichtlich niedriger als bei Ax/Bx – notwendig wegen DPF; leider schlechter für den Motor.
Viskositätsindex – je höher, desto geringer die Änderung der Ölviskosität mit der Temperatur, jedoch bedeutet dies, dass bei der Herstellung mehr polymere Viskositätsmodifikatoren verwendet wurden, die im Betrieb des Öls abbauen.
Viskosität bei -30 Grad – je niedriger, desto besser ist das Öl im Frost pumpbar (bei verschiedenen SAE sind verschiedene Minusgrade möglich).
Noack-Volatilität – die Verdampfbarkeit des Öls: niedriger ist besser.
Pour point – der Stockpunkt des Öls.
Flash point – der Flammpunkt.
HTHS – Viskosität bei 150 Grad. Je höher, desto stabiler der Ölfilm zwischen den geschmierten Motorteilen.
Hier Vorsicht Wichtiger Ölwert –
ACEA A3/B3/C3 normale HTHS – immer anwendbar.
A1/B1/A5/B5/C2 reduzierte HTHS – NUR dort anwendbar, wo der Motorenhersteller es zulässt. Es handelt sich um Eco-Öle. Und dazu noch:
C1 – low saps, reduzierte HTHS
C2 – mid saps, reduzierte HTHS
C3 – mid saps, normale HTHS
C4 – low saps, normale HTHS
C5 – mid saps, extra reduzierte HTHS (0w20)
Sulfated – Menge der saps (Sulfatasche). Für Partikelfilter notwendig unter 0,8 (0,5).
SAE ist kein Qualitätskriterium – es drückt „nur“ die Temperaturgrenzen/-spanne der Ölanwendbarkeit aus.
Öl nach Fahrbedingungen und Zustand (sowie Typ) des Motors auswählen. Und es ist besser, ein billigeres Öl früher zu wechseln, als ein Superöl zu lange zu fahren. Ich würde Marken wie (z.B.) Elf, Eni, Eurol, Liqui Moly, Mobil, Motul, Petronas, Petro-Canada, Q8, Ravenol, Shell, Valvoline, Yacco wählen.
In jeden Motor kann Öl mit normaler HTHS, nur in einige mit reduzierter HTHS.
Und wenn schon Öl mit reduzierter HTHS, dann nur für kürzere Fahrten und nicht überall und immer nur weil es heute „in“ ist. Aber unter 0w30 würde ich (persönlich und außer bei Hybriden) nicht gehen.
Vergessen Sie Longlife-Intervalle und wechseln Sie das Öl bei längeren ruhigen Fahrten nach max. 15.000 km oder bei kürzeren oder sportlicheren Fahrten nach max. 10.000 km, oder nach 1 Jahr. Und je kürzer die Fahrten, desto häufiger der Wechsel.
Vergessen Sie auch andere Flüssigkeiten im Auto nicht – Automatikgetriebeöl etwa 60.000 km / Schaltgetriebe etwa 120.000 km / oder maximal 5 Jahre. Hier besser nicht experimentieren und Originalöl wählen (oder die Herstellervorgaben einhalten).
Kühlflüssigkeit ist auch NICHT lebenslang und sollte nach 5-6 Jahren gewechselt werden – Farben nicht mischen, Bremsflüssigkeit (kann auch in der Kupplungssteuerung sein) alle 3 Jahre und im Auto gibt es auch Filter.
Nach dem Start mindestens die ersten 7 – 8 km (je nach Wetter) vernünftig fahren.
Qualitativ hochwertigen Kraftstoff tanken und nicht auf „Ratschläge“ hören. Den Benziner nicht unter 2.000 U/min quälen (Diesel unter 1.700), den Motor nicht untertourig fahren (wie Harry schrieb > der Motor muss sich leicht drehen), und bei Bedarf schnellerer Beschleunigung herunterschalten und (nach dem Aufwärmen) keine Angst haben, den Motor bis zum Rotbereich des Drehzahlmessers zu drehen. Und vor dem Ausschalten (wichtig nach längerer Fahrt) ihn einige Sekunden „ausatmen“ lassen (besonders mit Turbo).